Porträt Tobias Schuster
»In der Forschung bin ich eigentlich rein zufällig gelandet«

Der Weg in die Wissenschaft verlief für Tobias Schuster über eine Aneinanderreihung von Zufällen. Heute kann er in seiner Arbeit Interessen aus verschiedenen Gebieten miteinander in Einklang bringen. Teil 10 der Serie von Porträts unserer Mitarbeitenden.

mask Steine im seichten Wasser

Tobias Schuster hatte nicht geplant, dass ihn sein beruflicher Weg in die Forschung führen würde. In seinem persönlichen Umfeld gab es keine Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftler, wodurch er kaum mit Forschung in Berührung kam. Zunächst entschied sich Tobias für ein Maschinenbau-Studium an der TU München. Aufgrund seines Interesses für Fahrzeugtechnik schrieb er dann im Master-Studium eine Semesterarbeit zum Thema Autonomes Fahren und kam dabei zum ersten Mal mit Künstlicher Intelligenz (KI) in Berührung: Die Faszination war geweckt!

Vor allem interessierten ihn Deep Learning und Machine Learning: »Ich habe es mit wenigen Daten in einer kleinen Simulation geschafft, dass mein Fahrzeug autonom auf einer Rennstrecke fährt. Es war beeindruckend, wie gut das geklappt hat«, erinnert er sich. Im Auslandssemester in Kopenhagen spezialisierte Tobias sich dann weiter: Er vertiefte seine Programmierkenntnisse und schrieb schließlich seine Master-Arbeit über die Generierung künstlicher Daten, um damit Algorithmen zu trainieren und einen Beitrag zu deren Sicherheit zu leisten.

Tobias Schuster
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Tobias Schuster: »Für mich vereint meine Arbeit das Beste aus verschiedenen Welten«

Bei der Jobsuche nach Studienende war ihm vor allem wichtig, dass ihn die Tätigkeit inhaltlich interessiert. In der Arbeit am Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme IKS kann er seine Fähigkeiten im Automotive- und Systems-Engineering mit seinem Interesse an KI und der Freude am Programmieren vereinen.

Großer Gestaltungsspielraum

Als wissenschaftlicher Mitarbeiter ist er in der Abteilung Safety, Reliability, Availability (SRA) tätig. Das Team arbeitet an der Entwicklung von Methoden zur Absicherung von KI-basierten Systemen, damit diese auch in sicherheitskritischen Anwendungen eingesetzt werden können. Dabei gefällt Tobias besonders der Bezug zur Praxis durch Kooperationen mit der Industrie, wo die Erkenntnisse aus der Forschung in die Praxis umgesetzt werden: »Man hat am Ende etwas Greifbares in der Hand, wenn man die Ergebnisse seiner Arbeit in der Anwendung sieht.«

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Seine Arbeit beschreibt Tobias als ein kontinuierliches Entdecken. In der Forschung gibt es meist keine strikt vorgegebenen Arbeitsschritte, sondern durch Ausprobieren tastet man sich weiter an die Lösung heran und kann auch eigene Interessenschwerpunkte setzen. Diesen Gestaltungsspielraum am agilen Fraunhofer IKS lernt er besonders zu schätzen. Unterstützt wird er in der Selbstbestimmtheit durch verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten im Rahmen der IKS Academy.

Die Faszination am Tüfteln bleibt auch in der Freizeit

Von der Arbeit abschalten kann der 26-Jährige am besten beim Sport mit Freunden, sowohl im Fitnessstudio als auch im Leichtathletikverein. Einen Ausgleich zur Tätigkeit am Schreibtisch bietet auch seine Leidenschaft für das Basteln. Er baut nicht nur selbst Möbel, sondern hat auch schon zwei alte Motorroller restauriert. Eine Überschneidung zur Forschung gibt es auch hier, betont Tobias: »Man muss ein Problem lösen. Dann probiert man etwas aus auf der Suche nach einer Lösung und freut sich, wenn es am Ende funktioniert. Das ist auch der Moment, wo die Arbeit am meisten Spaß macht.«


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